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Realpolitische Plattform

Die Münchner Merkur hat zum 14.10 einen Fragekatalog an alle Bürgermeisterkandidaten verschickt. Wir stellen Ihnen hier exclusiv unsere Antworten vor:

 

  1. Unterhaching hat viele Millionen Euro in soziale Infrastruktur investiert – wie und in welcher Zeitspanne sollen diese Schulden abgebaut werden?

Wenn man sich den Haushaltsplan der Gemeinde Unterhaching für das Jahr 2013 mal auf der Zunge zergehen lässt und man überhaupt gewillt ist 1000 Seiten zu lesen, wird man schnell feststellen, dass die Schulden höher sind, als von der breiten Bevölkerung angenommen. Hier gilt ganz klar, die soziale Infrastruktur darf unter den Sparkurs, den der neue Gemeinderat hinlegen muss, nicht darunter leiden. Hier muss der Rotstift an anderer Stelle angesetzt werden. Die Frage ist z.B. warum sind die Bürgschaften so hoch, warum gibt es so viel Defizit an Stellen, die sich eigentlich selber tragen könnten? Ich sage, hier stimmt irgendetwas nicht. Hier muss bei der Übernahme im Rathaus die Hosen runtergelassen werden und unter mir wird eine unabhängige Kommission eingesetzt, welche dies ganz genau auseinander dividiert. Desweiteren fordere ich keine Politikerbeteiligung bei den Aufsichtsräten der Geothermie, bei der Beteiligungsgesellschaft, bei den Solarkraftwerken und bei der GWU, bei der Baugesellschaft München-Land und bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft.

 

  1. Die Ortsentwicklung in Unterhaching: Wohin soll die Kommune an ihren Raendern wachsen, wo ist Nachverdichtung noch sinnvoll?

Grundsätzlich sage ich, dass eigentlich erst einmal ein absoluter Baustopp die beste Lösung wäre. Lasst uns doch erst einmal dieses schreckliche Ortsbild in Ordnung bringen, bevor wir hier weiter Trabantenhochhäuser hochziehen, welche noch nicht mal günstig sind.Die einzigen die hier davon profitieren sind die Bauträger, aber nicht die Menschen, welche in einer schönen Gemeinde leben wollen. Natürlich wird die Entwicklung in den nächsten 20 Jahren eine weitere Bebauung nicht ausschließen können, aber ich behaupte man kann Ortsbildverträglich bauen. D.h. wir müssen individuellen Lebensraum schaffen, der günstig und auch gleichzeitig toll aussieht, den wir integrieren können und nicht als Oase für Trabanten schaffen. Am schlimmsten liegt mir in der Magengegend, dass hier die große Spekulation zwischen Isartalstraße – Scheilweg, Erwin-Lesch-Strasse – Perlacher Weg, Wirtsweg bis runter Gewerbepark (Grünwalder-Weg) schon lange begonnen hat. Dass müssen wir verhindern.

  1. Wie entwickelt sich der soziale Wohnungsbau, damit sich auch einkommensschwächere Menschen das Leben in Unterhaching weiterhin leisten können?

Danke für diese Frage, denn diese lässt sich sehr einfach beantworten. Mit der Politik der alteingesessenen Parteien in Unterhaching, und damit meine ich ALLE, wird es eine Entwicklung nicht geben. Wir sind heute schon an dem Punkt, wo ältere Menschen wegziehen, denn das Leben hier ist zu teuer. Hier muss man angreifen, Einheimischenmodelle schaffen, Förderung einer wirklich sozialen Wohnungsbaupolitik vorantreiben. Hier sind wir Entwicklungsland und werden es bleiben, wenn keine Veränderung im Gemeinderat passiert.

 

  1. Naturraum erhalten, oder Siedlungsdruck nachgeben: Wie geht es mit dem Landschaftspark weiter, wenn 2018 die Bindungsfrist ausläuft?

Schade eigentlich, dass man diese Frage überhaupt stellen muss, denn für mich ist doch ganz klipp und klar. Der Landschaftspark muss erhalten bleiben ohne wenn und aber. Ich gehe sogar soweit, dass ich sage,man muss ihn weiter ausbauen und förden. Attraktionen auch mal bieten, damit er weiter angenommen , aber auch gleichzeitig an Bedeutung und Beliebtheit gewinnt. Warum hier nicht mal Kultur anbieten auf verschiedenste Art und Weise. Hier kann noch viel passieren, aber nur wenn die Schlafmützen aus ihren Sesseln gewählt wurden.

 

  1. Transparenz und Dialog, statt vollendete Tatsachen: Wie sieht eine optimale Buergerbeteiligung aus?

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich ernst genommen fühlen, Anfragen an die Gemeinde müssen individuell gelöst werden. Hierbei sage ich, ist ein stumpfes Paragrafenreiten, wie es bisher ist, ist völlig fehl am Platz. Ich nehme die Anliegen sehr, sehr ernst und es muss im Kleinen, wie im Grossen gehandelt werden. Deshalb muss man zu dem Menschen nach Hause gehen und mit ihnen vor Ort reden. Einmal in der Hachinga Halle eine Reden halten ist zu wenig. Auch hat hier Parteipolitik nichts verloren. Ich werde ein Bürgermeister für Alle, und da werden am Schluss die Ohren von Spucky richtig klein aussehen.

 

 

Aktualisiert ( Samstag, den 02. Mai 2015 um 21:50 Uhr )  

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